Internationales Erbrecht (IPR) - Schweden

Schweden

Rechtsgrundlagen

Gesetz 1937:81 über die internationalen Rechtsverhältnisse betreffend Nachlässe (IDL)Haager Übereinkommen von 1961 über das auf die Form letztwilliger Verfügungen anzuwendende Recht; Erbrechtsübereinkommen der nordischen Länder

Erbstatut

Internordische Rechtsverhältnisse richten sich nach dem Erbrechtsabkommen der nordischen Länder. Für Erblasser aus einem Mitgliedstaat des Erbrechtsabkommens ist in der Regel der letzte gewöhnliche Aufenthalt des Erblassers maßgeblich.

Andernfalls ist gemäß Art. 1 IDL das Recht der Staatsangehörigkeit des Erblassers das Recht anzuwenden. Es gilt der Grundsatz der Nachlasseinheit. Ausnahmsweise ist das Recht der Belegenheit einer Immobilie anzuwenden, wenn nach den gesetzlichen Regeln des Landes, in dem es sich befindet, besonderen Bestimmungen unterliegt.Art. 2 IDL. 

Form des Testaments

insoweit gelten die Bestimmungen des Haager Testamentsformübereinkommens. 

Rück- und Weiterverweisung

Rück- und Weiterverweisung bleiben außer Betracht.

Rechtswahl

Eine Rechtswahl ist nicht zulässig.

Erbfälle ab dem 17. August 2015

Am 17. August 2012 ist die EuErbVO in Schweden in Kraft getreten. Vollumfänglich Anwendung findet die EuErbVO  aber erst im Hinblick auf Personen, die am 17. August 2015 oder danach verstorben sind, Art. 83 Abs. 1 EuErbVO. Vorwirkungen entfaltet die EuErbVO allerdings im Hinblick auf die Rechtswahl  und die formelle und materielle Wirksamkeit.

Internationale Übereinkommen gehen den Regeln der EuErbVO vor. 


Letzte Änderung: 14.04.2012



Kein Experte verfügbar

Einen Experten zum Erbrecht dieses Staates können wir leider derzeit nicht benennen.

Eine Liste deutschsprachiger Rechtsanwälte und Notare, die in diesem Staat praktizieren und möglichweise zum Erbrecht des Staates beraten, finden Sie aber unter Umständen auf der Seite des deutschen Konsulats. Hierfür sollten Sie die Begriffe „Anwaltsliste“ und „Konsulat“ mit dem Namen des betreffenden Staates in einer Suchmaschine eingeben.

Gutachten zum Erbrecht dieses Staates erhalten Sie möglicherweise über das Deutsche Notarinstitut (DNotI) oder das Max-Planck-Institut für Internationales Privatrecht.