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Internationales Erbrecht (IPR) - Schweden

Schweden

Quellen:

1. Gesetz 1937:81 über die internationalen Rechtsverhältnisse betreffend Nachlässe (IDL)

2. Übereinkommen vom 5. Oktober 1961 über das auf die Form letztwilliger Verfügungen anzuwendende Recht

3. Erbrechtsübereinkommen der nordischen Länder

Erbstatut

Internordische Rechtsverhältnisse richten sich nach dem Erbrechtsabkommen der nordischen Länder. Für Erblasser aus einem Mitgliedstaat des Erbrechtsabkommens ist in der Regel der letzte gewöhnliche Aufenthalt des Erblassers maßgeblich.

Andernfalls ist gemäß Art.  IDL das Recht der Staatsangehörigkeit des Erblassers das Recht anzuwenden. Es gilt der Grundsatz der Nachlasseinheit. Ausnahmsweise ist das Recht der Belegenheit einer Immobilie anzuwenden, wenn nach den gesetzlichen Regeln des Landes, in dem es sich befindet, besonderen Bestimmungen unterliegt.

Form des Testaments

Da Schweden das Haager Abkommen ratifiert hat, gibt es in der Regel keine Probleme hinsichtlich der Form. Nach dem IDL ist ein Testament formgültig, wenn es der Ortsform der Errichtung oder dem Recht des Ortes, an dem der Testator zur Zeit seines Todes seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte, entsprach oder nach dem Recht des Staates, dessen Staatsangehöriger der Testator zur Zeit seines Todes war. Hinsichtlich Immobilien wird auch die Form des Rechts des Lageortes anerkannt.

 

Rück- und Weiterverweisung

Rück- und Weiterverweisung bleiben außer Betracht.

Rechtswahl

Eine Rechtswahl ist nicht zulässig.


Letzte Änderung: 14.04.2012