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Internationales Erbrecht - Afghanistan

Afghanistan

Quellen:

Staatsvertragliche Regelungen auf dem Gebiet des Erbrechts zwischen Deutschland
und Afghanistan bestehen nicht. Das afghanische internationale Erbrecht ist in den Art 16 ff des Zivilgesetzbuches vom  5.1.1977 (ZGB Afghanistan) kodifiziert.

 

Erbstatut

Gemäß Art. 25 (1) ZGB (Afghanistan) findet auf die Erbfolge, das Vermächtnis und die übrigen Verfügungen von Todes wegen das Heimatrecht des Erblassers oder des Verfügenden im Zeitpunkt des Todes Anwendung.

Nach der afghanischen Verfassung (In Kraft getreten am 26. 1. 2004) sind die erbrechtlichen Bestimmungen des ZGB (hanafitisches Recht) nur noch Anwendung auf sunnitische Erblasser; dagegen unterliegt die Erbfolge nach einem schiitischen Erblasser den Regeln der schiitischen Rechtsschule.

 

Formstatut


Gemäß Art. 25 (2) ZGB (Afghanistan) unterliegt die Form letztwilliger Verfügungen dem Recht am Errichtungsort im Zeitpunkt der Errichtung. 

 
 
Renvoi

Nach Art. 34 ZGB (Afghanistan) beziehen sich Verweise auf die Sachnormen des Heimatstaates.  
 


Ordre Public

Ausländisches Recht findet gemäß Art. 35 ZGB (Afghanistan) keine Anwendung, soweit es den Grundprinzipien des islamischen Erbrechts widerspricht. Zu den Grundprinzipien gehören insbesondere die Lehren des Islam. An die Stelle des nicht anzuwendenden ausländischen Rechts tritt das Recht Afghanistans.


Letzte Änderung: 04.10.2012